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Knappe Finanzen – was ist zu tun?

Redakteur, am 7:00 am

Das Geld kann selbst im größten Wohlstand einmal knapp werden; sicher hat man aber mit einer Menge Besitz auch mehr Möglichkeiten, diese finanzielle Schieflage auszugleichen. In einer „normalen“ Familie sind die Konsequenzen viel schneller sichtbar und wohl auch viel tiefgreifender. Ein Familienvater kann, so lange alles gut geht, seine Familie bestimmt mit seinem Gehalt gut versorgen. Wird gut gehaushaltet, ist das Auto, das Haus, sind Hobbys und Urlaube sicher kein Problem. Was aber, wenn das Gehalt auf einmal deutlich schmäler ausfällt, weil die Stelle in den Stunden reduziert wurde, oder gar Arbeitslosigkeit ein Thema geworden ist? Dann gilt es, an einem Strang zu ziehen, um die Lage zu meistern – gemeinsam und zielstrebig.

Zusatzverdienste

Zusätzliches Geld schadet nun sicher nicht. Wird Arbeitslosengeld bezogen, muss man allerdings daran denken, dass alle Nebenjobs meldepflichtig sind. Man handelt sich großen Ärger ein, wenn eine Nebentätigkeit nicht angemeldet ist und dem Arbeitsamt verschwiegen wird. Erschleichen von Sozialleistungen ist eine Straftat, die nicht ohne Folgen bleibt. Da ist es besser, ordentlich seine Abgaben zu bezahlen und jede Veränderung dem Arbeitsamt umgehend mitzuteilen. So bleibt im Moment weniger Bargeld, doch auf Dauer spart man sich auch Ärger mit den Behörden. Arbeiten gehen kann jeder in der Familie, der die Zeit dazu hat. Der arbeitslose Familienvater kann, sofern er erfolgreich ein Vorstellungsgespräch absolviert, eine Übergangsbeschäftigung annehmen. Der Haushaltskasse wird es sicher aber auch gut tun, wenn die Frau – und sei es nur auf 400 Euro Basis – etwas dazu verdient oder die Kinder ihr Taschengeld durch Zeitungsaustragen oder andere Jobs selbst verdienen.

Nun heißt es kürzer treten!

Gewohnten Luxus, wie zum Beispiel der Besuch bei einer Kosmetikerin, die Dauer-Eintrittskarte für das Fußballstadion oder das Abonnement einer Jugendzeitschrift, muss nun schleunigst eingeschränkt werden. Liegt noch Geld auf der hohen Kante, braucht man dies nun nicht mehr für Urlaub oder anderen Komfort, sondern für den Notfall – es kann ja auch einmal das Auto kaputt gehen oder ein Elektrogerät den Geist aufgeben. Ein gutes Gefühl hätte aber nun wohl niemand, angesichts der veränderten Situation in den Urlaub zu fahren oder Designer Kleidung einzukaufen, statt sich um eine Besserung der Lage zu kümmern. Es ist ja ganz gut, wenn man das Sparvermögen nicht angreifen muss, weil schnell ein neuer Job ins Haus steht. Doch sich darauf zu verlassen, wäre mehr als riskant. Alle, auch die Kinder, müssen die Gürtel etwas enger schnallen. Mit den richtigen Erklärungen wird es aber auch ein Teenager verstehen, dass nun eben für Party und Make-up weniger Geld zur Verfügung ist, weil man das wenige Geld zum Leben braucht.

Kosten überdenken

Die laufenden Kosten jeden Monat nehmen einen erheblichen Teil der Einnahmen für sich in Anspruch. Die Miete samt allen Nebenkosten ist dabei ein fixer Betrag, ebenso die Ausgaben, die man für das eigene Haus zu tragen hat. Hier lässt sich wohl kaum etwas einsparen. Die teure Lebensversicherung sollte man nun aber einmal überprüfen – vielleicht lässt sie sich auf Eis legen, bis man wieder flüssig ist? Nicht jedes Familienmitglied braucht ein eigenes Handy – da lassen sich schnell einige Euro sparen, falls man aus den Verträgen herauskommt. Ein Zweitwagen ist nun überflüssig und vielleicht reicht für die Familienkutsche sogar auch schon die reine Haftpflichtversicherung – wobei eine Vollkaskoversicherung natürlich im Falle eines Unfalls vor dem Verlust des Fahrzeugs schützt. So kann Posten für Posten auf dem Kontoauszug einmal überdacht werden und können Entscheidungen getroffen werden, was man einspart und was nicht veränderbare Kostenfaktoren sind.

Volle Kostenübersicht dank Haushaltsbuch

Gerade in schlechten Zeiten muss man darüber nachdenken, wofür man Geld ausgeben kann. Ein Haushaltsplan zusammen mit einem Haushaltsbuch: So schützt man sich vor Leichtsinn. Am ersten eines Monats werden meistens die monatlichen Belastungen erledigt. Was übrig bleibt, muss für die Tage des Monats ausreichen. So hat man ein tägliches Budget zum Einkaufen und Leben. Bleibt hiervon etwas übrig, kann auch einmal eine CD gekauft, sich ein neues Kleidungsstück gegönnt oder ein Besuch im Restaurant eingeplant werden. Zumindest aber arbeitet man auf diese Weise nicht ins Minus – fatal, wenn nicht genügend Geld eingenommen wird, um das Konto wieder auszugleichen.

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